Geschichte von ifub

Jedes Unternehmen hat seine Geschichte. So auch ifub!

Im Rahmen meiner Diplomarbeit über den Schweizer Lyriker Josef Kopf lernte ich 1990 Margit Niedermaier von «archipel - respektvoll reisen» kennen.

«archipel» veranstaltet seit nunmehr über zwanzig Jahren unter der Auflage «respektvoll reisen» anspruchsvolle Naturbegegnungen auf die Galapagos-Inseln und in andere ausgesuchte Regionen dieser Welt; an ausgesuchte Kraftplätzen der Welt, um sich als Mensch als spirituelle Wesen, das wir alle sind, wahrzunehmen.

Als Studentin konnte ich mir diese Reisen nicht leisten; so dachte ich damals zumindest. Und den Mut zu fragen, ob ich als Reisebegleiterin dabei sein konnte, hatte ich damals nicht.
Mit großer Aufmerksamkeit verfolgte ich all die Jahre die Entwicklung des Unternehmens. Die Verbundenheit und Freundschaft zur Gründerin blieben aufrecht, wenngleich sich unsere Wege aufgrund meiner Übersiedelung nach Wien nur spärlich kreuzten.

Das Thema Nachfolgeberatung beschäftigte mich dann erstmals bei Kaweh & Mätzener Systemische Aufstellung. Doch da der persönliche Bezug fehlte, entschieden wir uns 2002 für eine Spezialisierung auf die Themen Erziehung, Gesundheit und Partnerschaft.

Anfang Oktober 2005 rief ich wieder einmal Margit Niedermaier an. Ich wollte ihr sagen, wie sehr ich ihr Unternehmen schätze und dass ich, wann immer sie es je übergeben würde, kaufen und nach Österreich holen möchte. Am anderen Ende stockte es und sie sagte zu mir "liebe kleine Schwester, gestern habe ich das Inserat geschrieben, das am kommenden Mittwoch in der NZZ erscheinen wird". Und sie las es mir vor. Darauf sagte ich zu ihr "gut, dann hast Du jetzt das erste Angebot für Dein Unternehmen von mir am Tisch".

Von da weg ging alles sehr rasch und wir führten intensive Verhandlungsgespräche, klärten Philosophien, Wege, Perspektiven. Wir holten unsere Berater ins Boot und stellten alle notwendigen Dokumente für eine Übergabe zusammen. Wir waren uns menschlich einig und sicher darüber, dass die Übergabe Ende Feber 2006 erfolgreich über die Bühne gegangen sein wird.

Am 5. Dezember 2005 wurde mir bei einem "Archipel-Brunch", wie ich ihn nannte, einer Runde von acht ExpertInnen, von meinen Beratern (Steuerberater, Unternehmensberater, Reiseveranstalter u.a.) nach Begutachtung aller Unterlagen und aufgrund der erfolgten Unternehmensbewertung einhellig vom Kauf des Unternehmens abgeraten.

Ich war enttäuscht, traurig, wütend und verzweifelt. Dieser geplante Schritt hat mein ganzes Leben erschüttert: Meine GeschäftspartnerInnen waren verängstigt, meine Beziehung zu Ende und die Beziehung zu meinen Eltern mehr als angespannt. Also folgte ich dem Rat und legte schweren Herzens noch im Dezember 2005 meine Kaufoption zurück.

Was danach folgte, war der Grundstein für ifub. Mich "wurmte" dieses Scheitern - wie ich es damals sah - so sehr, dass ich mich intensiv mit dem Thema der Übergabe und Übernahme auseinanderzusetzen begann.
Ich holte nach, wozu ich in der Vorübergabephase keine Zeit hatte: ich sammelte Unterlagen, las Bücher, ging zu Vorträgen, sprach mit ExpertInnen, experimentierte mit eigenen neu entwickelten Aufstellungsformaten u.v.m.

Immer noch suchte ich nach einem finanzierbaren Weg, mit «archipel» zusammen zu arbeiten. So reichte ich im Februar 2006 bei i2b & GO! einen Businessplan mit meiner abgewandelten Geschäftsidee im Sinne einer österreichischen Vertriebspartnerschaft ein. Leider fand dieses Konzept nicht die Zustimmung von Margit Niedermaier und so ließ ich meinen Traum von einer Übernahme von «archipel» nun endgültig fallen.

Parallel dazu hatte ich bei i2b & GO! einen weiteren Businessplan mit der Geschäftsidee von ifub mit vier Kernpartnern eingereicht. Mit diesem gewannen wir im Juni 2006 Platz 6 in unserer Kategorie.

Im September 2006 begannen Dr. Guido Schwarz und ich mit der branchenübergreifenden Studie zum Thema "Lösungen für eine erfolgreiche Betriebsübergabe und -übernahme in Familienbetrieben", welche nun, ein Jahr später, als Buch "Mätzener, Manuela; Schwarz, Guido: Erfolgreiche Betriebsübergabe in Familienunternehmen. Emotionen - Konflikte - Perspektiven. Wien: Linde Verlag 2008" bei der offiziellen Eröffnung von ifub am Freitag 19. Oktober 2007 präsentiert wurde.

Im Rahmen dieser Interviews lernte ich am 19. Oktober 2006 Arno Kittl, den Übernehmer von htn Elektrogeräte Vertriebsgesellschaft mbH, kennen und lieben. Mit Ende Juni 2007 brach ich in Wien meine Zelte ab und übersiedelte meinen Betriebsstandort nach Geboltskirchen in das 51jährige Familienunternehmen in 2. Generation.

Seit 11. Mai 2007 hat ifub - Institut für Familien und Betriebe inoffiziell bereits seine Tür geöffnet, mit Freitag 19. Oktober 2007 dann auch offiziell!

So hat sich der Kreis für mich geschlossen. Aus einer persönlichen Betroffenheit und Geschichte heraus entwickelte sich ifub - Institut für Familien und Betriebe. Jetzt ist das Thema "Nachfolgeberatung" für mich ganz stimmig. Jetzt ist es an der Zeit, die Erfahrungen und das Wissen weiterzugeben.

In der Rückschau gilt mein Dank all jenen, die ifub entstehen haben lassen: meinen Eltern, meinem Lebenspartner Arno Kittl, meinen bisherigen GeschäftspartnerInnen, im Speziellen Babak Kaweh und - nicht zu vergessen - Margit Niedermaier. Möge «archipel» irgendwann eine/n gute/n ÜbernehmerIn finden!

Mit einem Team an ExpertInnen möchte ifub - Institut für Familien & Betriebe Menschen dabei begleiten, im Übergabe- bzw. Übernahmeprozess für sich wie das (Familien)Unternehmen richtig zu entscheiden!

Wir informieren Sie gerne über alle Aspekte einer Übergabe und Übernahme - speziell in Familienbetrieben. Nehmen Sie doch mit uns Kontakt auf!

Dr. Manuela Mätzener
M: 0043 676 95 84 116
E: manuela.maetzener@ifub.at

PS) Das Leben kommt manchmal anders als man denkt. Ich habe Ende 2007 meine Beziehung mit Arno Kittl beendet und bin wieder nach Wien zurück gekehrt. In Oberösterreich gibt es weiterhin einen 2. Betriebsstandort von ifub. Mein Ziel ist es, 2013 die erste Adresse für Nachfolgebegleitung in Österreich zu sein und in jedem Bundesland einen Standort zu haben.

ifub - Institut für Familien & Betriebe
damit es gut weiter geht ...

 

 
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