Schlüssel zum Erfolg

Aufstellungsarbeit als Türöffner

Schauplatz:
Familienunternehmen in der 4. Generation in Wien
Handwerksbetrieb
25 MitarbeiterInnen

Wenn einer den Betrieb übernimmt und einen Berg von Schulden noch dazu, dann zeugt das von einer großen Portion Mut. Und vom Willen, einen Betrieb in der 4. Generation nicht einfach zuzusperren.

Der Wiener Familienbetrieb vereint Kunstschlosserei und Schlossereitechnik unter einem Dach. Die Schwester des Übernehmers kommt mehr nach dem Vater und hat eine künstlerische Ader. Der Übernehmer selbst hingegen ist eher der Techniker. Im Prinzip ergänzen sich die Geschwister prächtig, doch überließ die Schwester dem Bruder den Betrieb.

Dieser stieg als Vierter in der Familienreihe in das Unternehmen ein. Um gut vorbereitet zu sein, schaute er sich das Tun und Wirken seiner Vorgänger in einer Familienaufstellung an.

Der Übernehmer beließ es nicht bei dieser einen Aufstellung. Als der Ausgleich zwischen Übergeber und Übernehmer zum Thema wurde, vertraute er erneut dieser Methode. Er stellte die Schulden dar, die durch die große Pleite eines Auftraggebers in den 1980er-Jahren nun auf seinen Schultern lastet. Diese Vorgeschichte hindert ihn natürlich am Erfolg. Also machte er sich auf die Suche nach dem Schlüssel zum Erfolg und stellte ihn ebenso auf wie die Zukunft des Unternehmens. Als er das Ergebnis der Aufstellung vor seinen eigenen Augen sah, entschied er sich dennoch bewusst für das Unternehmen und den Schuldenberg, den abzutragen, ihn noch weitere 15 Jahre beanspruchen wird.

Heute hat der Übernehmer insgesamt vier Aufstellungen hinter sich und dadurch auch viel über seine Rolle als Chef gelernt und erfahren, was sich seine MitarbeiterInnen von ihm wünschen. So fällt es ihm leichter, den Alltag als Geschäftsführer zu meistern.

„Ich kann Aufstellungsarbeit sehr empfehlen – und zwar nicht erst dann, wenn man nicht mehr weiß, was man tun soll, sondern vor allem für personelle und strategische Fragen des Unternehmens“, sagt er dazu.

Die Aufstellungsarbeit bestärkte ihn immer wieder, dem Eigenen zu folgen und seinen Weg zu gehen – und das bis heute und erfolgreich.