Storytelling

Haben Sie schon einmal darauf geachtet, welche Geschichten in Ihrem Unternehmen erzählt werden?
Und welche nicht?
Oder nur unter vorgehaltener Hand in der Teeküche: „Du, weißt eh ...“

Jedes Unternehmen hat eine Geschichte. Auch die Menschen, die in diesem Unternehmen arbeiten, haben eine. Diese Fülle an Geschichten hat Auswirkungen auf das Geschehen im Unternehmen, denn sie spiegeln die Werte wider, die von den Menschen gelebt werden. Werte, die vielleicht nicht im Einklang mit den offiziellen Werten des Unternehmens stehen.

Mit Storytelling lässt sich die Unternehmenskultur analysieren. Stimmt die gelebte mit der offiziellen überein?

Storytelling kann auch Prozesse und Veränderungen in Ihrem Unternehmen begleiten: Sei es ein Führungswechsel, die Übergabe des Familienbetriebes vom Vater an die Tochter oder das Zusammenwachsen zweier Abteilungen zu einer.

Wo lässt sich Storytelling sonst noch anwenden? Zum Beispiel bei der Dokumentation wichtiger Projekte.

Mithilfe von narrativen Methoden erzählen die Menschen ihre Version der Geschichte im Unternehmen. Aus all diesen Geschichten wird eine neue geschrieben. Eine, die gerne weitererzählt wird: über Sie und über Ihr Unternehmen.
... damit es gut weitergeht.

Storytelling und Aufstellungsarbeit

Die Anliegenbringerin (= Protagonistin) erzählt ihre Geschichte (aus einem beruflichen oder privaten Kontext). Sie ist sich über die nächsten Schritte für den weiteren Weg im Unklaren und wünscht sich eine Fortsetzung der Geschichte, um damit einen spielerischen Vorab-Blick auf die (mögliche) Zukunft zu bekommen.

Die RepräsentaniInnen schlüpfen in die Rolle der Erzählerinnen und setzen die Geschichte aus ihrer jeweiligen Sicht/Perspektive (von z.B. Chefin, Kolleginnen, Mutter, Vater, Bruder etc.) fort. Sie nehmen dabei automatisch den jeweiligen Platz im System der Protagonistin ein.

Am Ende kennt die Anliegenbringerin einige mögliche (und unmögliche) Fortsetzung/en für ihre Geschichte, die jedoch alle einen wahren Kern und emotionale Überraschungen für den weiteren Weg spürbar werden lassen. Um weiterzugehen, kann sie die Geschichten jetzt kombinieren oder die für sie passende auswählen, in der sie Aspekte erkennt, die aus der Einzelperspektive heraus zuvor nicht sichtbar gewesen waren.