Das Symptom als Metapher (Fortsetzung)

WENN DER KÖRPER GESCHICHTE(N) ERZÄHLT: DAS SYMPTOM ALS METAPHER

mit RAQUEL SCHLOSSER (Mexiko)
Übersetzung: Sylvia Kabelka

Geschichten aus Familien und weiteren gesellschaftlichen Bezügen treten zuweilen in Form von körperlichen Symptomen wieder zutage. Diese nehmen oftmals viel Raum im alltäglichen Leben der Menschen ein. Wer unter ihnen leidet, organisiert seinen Tagesablauf, sein Berufsleben, ja manchmal seine gesamte Lebensplanung rund um sie. Angehörige wiederum müssen ihre Rollen und Aufgaben neu definieren, um den Anforderungen gerecht zu werden. Die Medizin hat für viele dieser Symptome Behandlungsmethoden und Medikamente gefunden, die für eine Zeit Linderung verschaffen, aber sie nicht notwendigerweise heilen.

Raquel Schlosser begleitet in ihrem Workshop die TeilnehmerInnen zu einem vertieften Verständnis und zur Integration des Geschehenen. Ihre Erkenntnisse aus der Transgenerationalen Psychologie setzt sie in den von ihr entwickelten Transgenerationalen Gesundheits-Aufstellungen um.

Aus dieser Perspektive werden viele chronische körperliche Schmerzen als ein Schrei der Seele aufgefasst, der vielfach widerhallt und übersetzt werden will. Wenn wir sie aus der Perspektive der Transgenerationalen Psychologie betrachten, verstehen wir sie als Sprache jenseits der Worte. In der Arbeit mit Transgenerationalen Gesundheits-Aufstellungen besteht die Kunst darin, diese Sprache zu entziffern und jene Metaphern im Symptom zu entdecken, die eine oder viele Geschichten erzählen.

„In den schwierigsten Fällen, mit denen ich bisher gearbeitet habe, stand der Schmerz im Körper immer in Zusammenhang mit den langfristigen Folgen von politischer oder sozialer Gewalt, die sich direkt auf die Gesundheit auswirkten.“, berichtet Raquel Schlosser aus ihrer langjährigen Erfahrung.

THEMEN DER TEILNEHMENDEN KÖNNEN SEIN...

... Fibromyalgie
… Migräne
... wiederkehrende Hautprobleme
... unerklärliche körperliche Schmerzen
... Störungen des Verdauungsapparates
... Essstörungen
... Fettleibigkeit
... Allergien
... u. v. m.
   

DIE TEILNEHMENDEN KÖNNEN DADURCH…

… auf chronische Symptome auf eine neue Art und Weise eingehen.
… verschiedene im Körper abgespeicherte Erinnerungen aufarbeiten.
… ein tiefes Verständnis für die Geschichte(n), die der Körper zeigt, entwickeln.
… neue Einsichten gewinnen, die sich unterstützend auf medizinische Behandlungen auswirken.
… die Dynamiken von transgenerationalen Traumata in Verbindung mit sozialer Gewalt verstehen.
… die Auswirkungen zukünftiger Konflikte auf den Körper mindern.
… einen kreativen Raum für den Dialog mit dem Körper schaffen.
 
 
RAQUEL SCHLOSSER...

… ist klinische Psychologin und systemische Familientherapeutin. Pionierin der Aufstellungsarbeit in Mexiko. Gründerin und Leiterin des Instituts für Transgenerationale Studien (IET) und des Instituto Bert Hellinger de México (bis 2007). Seit 2005 leitet sie den von ihr geschaffenen und vom Mexikanischen Bildungsministerium anerkannten Studienlehrgang für Transgenerationale Psychologie. Von 2007 bis 2010 war sie Mitwirkende an der internationalen SISC-Studie zu Symptom- und Krankheitsaufstellungen unter der Leitung von Dr. Gunthard Weber.

Raquel Schlosser ist Tochter eines Auschwitz-Überlebenden und beschäftigt sich auch vor diesem familiären Hintergrund mit den generationsübergreifenden Auswirkungen von sozialer und politischer Gewalt. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, die in Symptomen verschlüsselten Erinnerungen ins Bewusstsein zurück zu bringen und damit heilsame Prozesse zu unterstützen.

Kostenbeitrag für Teilnahme, Raum und Verpflegung: 

€ 80,- inkl.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um zeitgerechte und verbindliche Anmeldung an office@ifub.at

Datum: Montag 14. Oktober 2019, 16:00 bis 21:00 Uhr

Veranstaltungsort: IC, Individual Coaching, Martinstraße 24/1. Stock, 1180 Wien

Anmeldung: office@ifub.at